„Immer mehr Fahrgäste, immer weniger Einnahmen“, so lässt sich kurz und knapp das Ergebnis der Lagebesprechung beim Bürgerbusverein darstellen. Bündnis 90/Die Grünen besuchen regelmäßig Vereine und Organisationen in Ennepetal. Wir wollen wissen, wo drückt der Schuh, wo zwickt es bzw. was läuft geschmeidig? Hugo Auris und Egbert Henneberg konnten diese Fragen ausführlich beantworten. Wo drückt der Schuh? Die Finanzierung des Angebotes „Bürgerbus“ ist, obwohl alle Fahrer:innen ihren Dienst ehrenamtlich erbringen und der Bus durch eine Spende finanziert werden konnte, nicht auskömmlich. Eine relativ komplizierte Rückfinanzierung der erbrachten Leistungen (auch noch durch unterschiedliche Träger) reicht nicht, um aktuelle Kosten, wie z.B. hohe Kraftstoffpreise, dauerhaft zu decken. Was läuft geschmeidig? Im letzten Jahr konnten fünf neue Fahrer gefunden werden, die bereits regelmäßig im Fahrplan des Bürgerbusses ihren Platz gefunden haben. Egbert Henneberg stellte neben allen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen klar: „Es sind die persönlichen Gespräche und Beziehungen, warum ich sehr gerne als Fahrer tätig bin, man kennt sich“, so der Vorsitzende des Vereins. Immerhin sind rund 90 % der Fahrgäste Stammkunden auf den festgelegten Touren. Schatzmeister Hugo Auris betonte seine Freude über eine enge Zusammenarbeit mit der Stadtspitze Imke Heymann sowie der Reichert Alanod Stiftung, die den neuangeschafften Bus finanzierte. Sein Domizil hat der Verein im Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde in Voerde gefunden. Auch dafür sei man sehr dankbar. Als Wunsch wurde an uns herangetragen, dass möglichst alle politischen Akteure und Akteurinnen sich für die wertvolle und nicht mehr wegzudenkende Dienstleistung des Bürgerbusses interessieren sollten. Mobilität gilt als wesentlicher Schlüssel für die Teilhabe von Menschen, die ihr Zuhause jenseits der ÖPNV-Infrastruktur haben und kein eigenes Fahrzeug besitzen oder steuern können.
Wir Grünen geben gerne das Versprechen, die Belange des Vereins im Blick zu haben. Wir danken für die Gastfreundschaft und den offenen Austausch.
Bürgerbus-Verein: „Man kennt sich“