Frust beim FC Blau-Weiß Voerde

Bereits über zwei Jahre „heimatlos“ – 

Die Empörung ist für uns Grüne nachvollziehbar. Wir waren vor Ort.

Pauli Daus, Oliver Gerecht und Stefan Göbel sind sauer. Wir Grünen in Ennepetal können es nachvollziehen. Ein Besuch vor Ort zeigt den Grund der Empörung. Am Sportplatz „Am Tanneneck“ sind die Umkleidekabinen und der Jugendraum seit über zwei Jahren Baustelle. „Nach dem Abriss hat man wohl vergessen, den Wiederaufbau auszuschreiben“, erklärt uns Pauli Daus. Der Verein, in dem über 200 Jugendspieler aktiv sind, weiß schon lange nicht mehr wie er eigenen und gegnerischen Mannschaften erklären soll, dass man sich am Tanneneck weder duschen noch umkleiden kann. „Wir haben auch seit 2023 keine Einnahmen mehr aus dem Verkauf von Getränken – in Summe macht dies für uns einen Verlust von mindestens 5.000 – 6.000 Euro aus“, ärgert sich Kassierer Stefan Göbel. Über 40 Jahre lang sei nichts an den Umkleiden saniert worden, vieles habe man als Verein selbst in die Hand nehmen müssen. „Wir hatten auch über Monate hier keine Außenbeleuchtung – also konnte im Dunkeln auch nicht gespielt werden“, so Daus weiter. „Es fehlt uns definitiv an Verlässlichkeit von Seite der Stadtverwaltung – uns wird immer wieder ein Abschluss der Arbeiten versprochen, zu sehen ist davon nichts“, so die einhellige Meinung der Fußballer. Nur zwei Bauarbeiter seien auf der Baustelle tätig. Voran gingen die Arbeiten an Umkleiden, Duschen und Mannschaftsräumen demnach im Schneckentempo.

Wir Grünen stehen im Dezember 2025 ratlos vor der Baustelle und vor den rohbauähnlichen Gebäudeteilen. „Wir sind immer davon ausgegangen, dass hier mittlerweile eine brauchbare Sportstätte entstanden ist – ich bin erschüttert“, so Ulrich Röhder als langjähriges Mitglied des Bauausschusses. „Davon haben wir nichts erfahren, sonst hätten wir schon längst auf die Tube gedrückt“. [Anmerkung: Die Fachausschüsse haben von Frühsommer bis jetzt nicht getagt].

„Von der Verwaltung erwarten wir einerseits eine Begründung, warum es hier so unfassbar lange dauert und zum anderen verbindliche Aussagen, wann der Verein einen normalen Spielbetrieb aufnehmen kann“, fordert Ratsfrau Christine Lange.

Unser Versprechen: Wir werden nachfragen und „am Ball bleiben“, betont die Fraktionsvorsitzende Petra Backhoff.

Nachtrag: Die Verwaltung nahm die Nachfrage unserer Fraktion auf und erklärte in der Ratssitzung am
9. Dezember, man wolle jetzt mit Nachdruck die Arbeiten fortführen.