Wir haben hier in Ennepetal und Gevelsberg einen großen Bestand an Buchenwald. Kürzlich kam es in diesem Gebiet zu Baumfällungen. Wir haben uns bei der Verwaltung erkundigt, was es mit diesen (aus unserer Sicht „erheblichen“) Fällungen in dem Naturschutzgebiet auf sich hat. Es ergab sich folgender Schriftwechsel mit der Verwaltung:
1. Frage: Auf Meininghausen wurden enorm viele Bäume gefällt. Die Menge der gefällten Bäume und der daraus resultierende Wegezustand erschrecken. Gerne möchten wir nachfragen, ob es städtisches Waldgebiet ist und aufgrund welcher Grundlage / Empfehlung / Expertenmeinung die Fällungen erfolgt sind?
Antwort: Der Kollege Herr Kottsieper aus dem Fachbereich 4 ist zuständig und hat folgende Rückmeldung erteilt: Die Arbeiten wurden im Vorfeld mit den Fachkollegen von „Wald und Holz NRW“ beraten und abgesprochen. Die Fällungen betreffen nur einen kleinen Teil des Waldes der Stadt Ennepetal, die Wiederherstellung der Wege erfolgt nach Abfuhr des gesamten Holzes. https://www.wald-und-holz.nrw.de/ueber-uns
2. Frage: Was waren die konkreten Gründe der Fällungen? Naturschutzmaßnahmen, wirtschaftliche Interessen oder, oder …
Antwort: Bei der Maßnahme auf Meininghausen handelte es sich um eine längst überfällige übliche Durchforstungsmaßnahme, die man eigentlich in jedem Wald regelmäßig macht, um diesen vital und gesund zu halten. Hier war etwas mehr zu tun, weil lange nichts getan wurde. Dabei wurde das vermarktbare Holz „herausgeholt“ und Totholz beseitigt. Aufgrund des vielen Regens in den letzten Monaten hinterlassen die schweren Gerätschaften, mit denen gearbeitet wird, ihre Spuren. Eine Wiederherstellung der Waldwege erfolgt nach erfolgtem Abtransport des gesamten Holzes. Auch wenn es in diesem Waldgebiet zur Zeit etwas „wild“ aussieht, sind alle Natur- und Tierschutzmaßnahmen beachtet worden.
Bei einem Waldrundgang mit einem Förster im Jahr 2022 wurde uns erklärt, warum es in Naturschutzgebieten nicht zu Fällungen kommt sondern alles bleiben soll, wie von der Natur vorgesehen. Auch Totholz solle gerade in Naturschutzgebieten als wichtiger Lebensraum erhalten bleiben. Nun fragten wir uns: Passt das alles zusammen?
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