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Verzicht auf W-LAN in Schulen

Die Stadt Ennepetal wird aus Gründen der Fürsorgepflicht und des vorsorgenden Verbrauscherschutzes aufgefordert, auf W-LAN-Einrichtungen in Schulen und öffentlichen Gebäuden zu verzichten und kabelgebundene Lösungen vorzuziehen.

 

Begründung:

 

Drahtlosnetzwerke haben in den letzten Jahren eine starke Verbreitung erfahren. Bereits 2005 wurden in der Europäischen Union mehr Notebooks als Desktoprechner verkauft, die meisten davon mit eingebautem W-LAN-Chip. Öffentliche und kommerzielle W-LAN-Access-Points mit Internetanbindung, so genannte “Hot Spots”, ermöglichen an vielen Orten den Zugriff auf das weltweite Datennetz. W-LAN ist für viele eine willkommene Alternative zum Kabelsalat, der in mancher Firma und in manchem Privathaushalt durch die Netzwerkinstallation entstanden ist. Weitere Vorteile sind, W-LAN sind schnell zu installieren, decken eine große Fläche ab und arbeiten kostengünstig. Auch dieses sind Gründe warum im privaten Bereich mehr und mehr die drahtlosen Netzwerke Einzug finden.

 

Die von W-LAN-Geräten benutzten Funkfrequenzen liegen um 2,4 GHz bzw. 5,4 GHz, also im Mikrowellenbereich. Ihre Reichweite kann unter bestimmten Voraussetzungen mehrere hundert Meter betragen. Auch durch diese Technik entstehen ebenso wie bei der Mobilfunktechnik hochfrequente elektromagnetische Felder.

 

Die Studienlage ist nicht eindeutig. Zwar gibt es nach mehreren Studien, u. a. des Bundesamts für Strahlenschutz und nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft keinen Nachweis, dass es innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte der effektiven Strahlungsleistung eine gesundheitliche Gefährdung besteht. Allerdings ist ebenso wie beim Mobilfunk eine abschließende Bewertung noch nicht erfolgt.

 

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt in seiner Antwort auf eine Anhörung des bayrischen Landtages, dass im Zuge, der die Grenzwertregelung ergänzenden Vorsorgemaßnahmen, auch im Zusammenhang mit W-LAN kabelgebundene Alternativen vorzuziehen sind (Anhörung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz des bayerischen Landtags zum Thema “Einfluss des Mobilfunks auf die menschliche Befindlichkeit” am 7. Dezember 2006).

 

Auch sei die Frage nach der altersabhängigen Energieaufnahme und Energieverteilung noch nicht befriedigend beantwortet. Diese Aussagen bewegten den bayrischen Landtag eine Empfehlung an die Schulen herauszugeben, in dem die Schulen aufgefordert werden, möglichst auf W-LAN zu verzichten. Zu einer ähnlichen Empfehlung kommt Professor Lawine Chablis, Leiter des britischen Forschungsprogramms zur Mobiltelekommunikation und Gesundheit laut einer Meldung in FOX-News vom 04.05.2007. Er hatte dort geäußert, dass Kinder einen Sicherheitsabstand zu den eingebauten Antennen in WiFi-aktiven (Wireless Fidelity) Laptops wahren sollten, bis weitere Forschung durchgeführt worden ist.

 

Zitat aus Drucksache 16/6117 – 4 –Deutscher Bundestag – 16. Wahlperiode

„Nach Auffassung der Bundesregierung ist die Entscheidung über die Nutzung von privaten W-LAN Sache der Kommunen.“

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