Deutsche Börsen-Strompreise im August im Tiefflug

Strompreis-faelltQuelle: IWR

Leipzig / Paris – Die Börsenstrompreise in Deutschland sind im August 2014 im Vergleich zum Vormonat deutlich gesunken. Auch in den europäischen Nachbarländern fallen die Preise teilweise kräftig. Und das, obwohl eine ganze Reihe von Atomkraftwerken in Europa aus verschiedenen Gründen keinen Strom geliefert haben.

Nachdem die Preise für Strom an der Börse im Juli 2014 moderat angestiegen sind, befinden sie sich im August im Tiefflug. Der durchschnittliche Preis für deutschen Grundlaststrom am Spotmarkt liegt im August bei 2,79 Cent je Kilowattstunde (kWh) und somit deutlich unter der 3-Cent-Grenze. Obwohl in einer Reihe von europäischen Ländern wie Belgien, Schweiz, Großbritannien im August Atomkraftwerke ausgefallen sind, hat diese Angebotsverknappung nicht zu einer Verteuerung der Strompreise geführt.

Strompreise sinken gegenüber dem Juli kräftig

Am Spotmarkt der Epex Spot in Paris beläuft sich der mittlere Preis für Grundlaststrom in Deutschland im Day-ahead-Handel im August 2014 auf 2,79 Cent/kWh (Juli: 2014: 3,19 Cent/kWh) und ost damit gegenüber dem Vormonat deutlich gesunken. Im August ergibt sich somit im Vergleich zum Juli eine Preissenkung um rd. 12,5 Prozent. Beim Spitzenlaststrom fällt die Preissteigerung im August mit 14,7 Prozent auf 2,91 Cent/kWh noch etwas deutlicher aus (Juli 2014: 3,41 Cent/kWh).

Spotmarkt-Preise sinken im Vergleich zum Vorjahr enorm
Wenn man die aktuellen Preise für Grundlaststrom mit denen aus dem August des Vorjahres vergleicht, zeigt sich ein Rückgang um rd. 27 Prozent (August 2013: 3,82 ct/kWh). Beim Spitzenlaststrom (Stromlieferung für die Zeit von 8:00 bis 20:00 Uhr) erreicht der mittlere Preis im August 2014 einen Wert von 2,91 Cent/kWh. Verglichen mit dem Preis im August 2013 ergibt sich so ein Rückgang um satte 30,4 Prozent (August 2013: 4,18 Cent/kWh). Die Berechnungsmethode der Epex Spot, bei der die Preise der Wochenendtage für die Kalkulation unberücksichtigt bleiben, liefert für den August 2014 einen mittleren Wert von 3,5 Cent/kWh (August 2013: 4,76 Cent/kWh).

Strompreise in Frankreich fallen in den Keller

Auch auf den Nachbarmärkten Schweiz und Frankreich fallen die Börsen-Strompreise im August 2014. Besonders deutlich verbilligt sich der Strompreis in Frankreich. Dort weisen die Daten im August einen Preis für Grundlaststrom von 2,28 Cent/kWh aus. Gegenüber dem Vormonat entspricht dies einem Rückgang um rd. 10,6 Prozent. Der mittlere Preis für Grundlaststrom in der Schweiz liegt für August 2014 bei 2,82 Cent/kWh. Französischer Strom bleibt damit weiterhin der günstigste Strom an der Epex Spot. Dass AKWs in Belgien, Schweiz und Großbritannien im August teilweise nicht liefen, hat den Strompreis dabei nicht nach oben getrieben. In Großbritannien waren bis zu fünf Atomenergie-Anlagen wegen Wartungsarbeiten und Defekten nicht am Netz (Wylfa, 2 Blöcke in Heysham, 2 Blöcke in Hartlepool). In der Schweiz waren drei von fünf AKWs (Mühleberg, Leibstadt, Beznau) u.a. wegen Brennelementewechsel zeitweise nicht produktiv und in Belgien ist zwischenzeitlich die Hälfte der Atomstrom-Kapazitäten (Doel 4 und 4, Tihange 2) des Landes wegen Reaktorproblemen ausgefallen.

Terminmarkt: Lieferjahr 2020 wieder teurer

Für Stromlieferungen in der Zukunft liegen die Strompreise der EEX weiterhin deutlich unterhalb von vier Cent/kWh. Der mittlere Terminmarktpreis für Grundlaststrom zur Lieferung im Jahr 2015 liegt im August 2014 mit rd. 3,56 Cent/kWh und damit rd. zwei Prozent über dem Niveau des Vormonats (Juli 2014: 3,49 Cent/kWh). Am günstigsten wird derzeit das Lieferjahr 2018 gehandelt. Marktteilnehmer können sich aktuell für 3,32 Cent/kWh mit Strom für dieses Kalenderjahr eindecken (Abrechnungspreis vom 01.09.2014). Etwas teurer ist momentan das Lieferjahr 2017 (3,34 Cent/kWh). Auch die Preise für die in der Zukunft liegenden Lieferperioden bewegen sich über dem Niveau des Lieferjahres 2018. Mit 3,59 Cent/kWh ist Grundlast-Strom zur Lieferung im Jahr 2015 am teuersten, während Strom für das Lieferjahr 2020 für 3,61 Cent/kWh zu bekommen ist.

Termin- und Spomarkt an der Strombörse
Am Spotmarkt der Strombörse werden kurzfristige Stromkontingente gehandelt (selbiger Tag = Intraday oder für den nächsten Tag = day-ahead). Am Terminmarkt werden dagegen längerfristige Stromeinkäufe getätigt. Stromhändler und Großabnehmer können dort Strom zur Lieferung in den nächsten Jahren einkaufen.

Anfrage/Anregung: Instalation einer Klein-Windkraftanlage auf dem Dach des RGE / Ausbau von “Klein-Windkraftanlagen” auf städtischen Gebäuden

KleinstwindkraftanlageSehr geehrter Herr Bürgermeister Wiggenhagen,

die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen nimmt Bezug auf unseren Antrag vom 30.4.2012 „Ausbau von Klein-Windkraftanlagen auf städtischen Gebäuden“ (dieser wurde am 14.11.2012 behandelt).

Hiermit fragen wir an, ob nun konkret auf städtischen Gebäuden die Installation von Klein-Windkraftanlagen geplant ist? Vorstellbar wäre aus unserer Sicht eine Pilotanlage auf dem Dach des Reichenbach Gymnasiums, da die topografische Lage dies an diesem Standort begünstigt. Zudem hat die Schule mit einem Projekt am Wettbewerb „Schulen machen Wind“ erfolgreich teilgenommen und im Frühjahr eine Auszeichnung des Umweltministers des Landes NRW erhalten.

KleinstwindkraftanlageDie Schüler des RGE könnten an einer solchen Pilotanlage Langzeitprojekte durchführen. Die Ennepetaler Stadtbetriebe hätten außerdem die Möglichkeit, an einer solchen Anlage Erfahrungen mit dieser Technologie zu sammeln.

Wir regen außerdem an, an folgenden öffentlichen Gebäuden Windmesser/ Windtracker  zu installieren: Feuerwache Oberbauer / Feuerwache Rüggeberg / Feuerwache Külchen/Königsfeld.

Mit diesen Windmessern/Windtrackern würden Daten gesammelt, die Auskunft dazu geben würden, ob sich die topografischen Lagen für eine spätere Installation von Klein-Windkraftanlagen eignen.

 

 

Antrag der Grünen zu mehr Bürgerbeteiligung Konkreter Aufhänger: Gebäudenutzungs-konzept

gs_harkort_422a032248Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung macht deutlich:

Direkte Wege der Bürgerbeteiligung durch Volksabstimmungen, Bürgerinitiativen oder Bürgerdialoge stärken Demokratie. Erstmalig wurde deutschlandweit repräsentativ die Wirkung von Bürgerbeteiligung auf die Demokratie untersucht, siehe unter:  Bertelsmann Studie

 

Mitentscheiden und Mitmachen sind zwischen genauso wichtig, wie zur Wahl zu gehen. Zwei Drittel aller befragten Bürger möchten mehr Entscheidungen selber treffen. Die befragten Politiker hingegen wollen mehrheitlich ihre Entscheidungen nicht direkt vom Bürgerwillen abhängig machen. Ein Fazit der Studie lautet: „Die Erwartungen der Bürger an demokratische Mitbestimmung haben sich verändert“.

Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen stellt hiermit den Antrag, dieser Entwicklung und diesem Anspruch der Bürgerinnen und Bürger auch hier in Ennepetal Rechnung zu tragen. Die Kommunikation zum Gebäudenutzungskonzept sollte hierzu ein willkommener Auftakt sein. Dies bedingt eine ergebnisoffene Information und Diskussion der Ennepetaler in allen Stadtteilen, z.B. durch Bürgerversammlungen.

Wir Grünen sind der Meinung, dass gravierende Veränderung mit den betroffenen Menschen diskutiert werden müssen. Dazu braucht es aus unserer Sicht einen  transparenteren Umgang mit Entscheidungen und Beweggründen.

Wir sollten den Bürgerinnen und Bürgern mehr zutrauen. Aktuelle Leserbriefe machen es mehr als deutlich, dass es sehr aufgeklärte und kritische Mitbürger gibt, die wir entsprechend einbeziehen sollten.

 

Die Grünen fordern weitere Bürgerbeteiligung bei der Umsetzung des Gebäudekonzeptes

Die Grünen fordern für die weitere Umsetzung des Gebäudenutzungskonzeptes eine stärkere Bürgerbeteiligung. Grundsätzlich fordern wir bei derartig wichtigen Entscheidungen über die Zukunft unserer Stadt die Mitsprache der Menschen, die von den Entscheidungen konkret betroffen sind.

So erwarten wir die Einbeziehung der Elternschaft, der Schulleitungen sowie aller interessierter Bürgerinnen und Bürger. Am 16. September, 18.30 Uhr, Gemeindehaus gibt es hierzu eine erste Versammlung in Rüggeberg.