Erste Roma-Kinder an Regelschulen

Quelle: WAZ

Einschulung_013_verwischt_Ausschnitt__Large__69440fb15dEnnepetal. Beckenbauer und Figo sind weitergezogen. Die beiden vermeintlichen Fußball-Legenden sind Vater und Sohn, tragen einen rumänischen Nachnamen, haben einige Monate lang in Ennepetal gewohnt und für etwas Verwirrung in der Stadtverwaltung gesorgt. „In Rumänien gibt es sehr lockere Vorschriften für Vornamen“, sagt Anke Velten-Franke aus dem Bürgermeister-Amt, die von der ersten ­Sekunde an in der Arbeitsgruppe zu den mehr als 100 zugezogenen Roma mitarbeitet. Im April waren sie von Duisburg nach Ennepetal gezogen und hatten für viel Aufregung gesorgt.

Die hat sich deutlich gelegt. 30 Erwachsene und 81 Kinder leben in den Mitarbeiterwohnungen des ehemaligen metallverarbeitenden Betriebs Carp und Hones. Zu ihrem Einzug sorgten sie über­regional für Schlagzeilen, waren sie doch aus den bundesweit beäugten Problemhäusern in Duisburg gekommen.

Übergang in die Regelschulen

Das Streben nach Integration der neuen Mitbürger stand für die Ennepetaler von Beginn an über ­allem anderen. Das sollte – so der Wunsch – mit schnellen Entscheidungen, deutlichen Ansprachen, viel Präsenz und vielen Handreichungen gelingen. Etliche Ennepetaler Vereine, Institutionen und Privatpersonen baten ihre Hilfe an. Fazit, Stand jetzt: „Jeder bescheinigt uns eine gute Arbeit, wir haben die Sache im Griff. Die anfängliche Aufregung hat sich gelegt“, sagt Velten-Franke.

Kaum noch Beschwerden

Das zeigt der Blick auf die Kinder. Vor den Ferien hat das Schulamt des Ennepe-Ruhr-Kreises zwei Auffangklassen gebildet, in denen 52 Kinder auf ihre Tauglichkeit für eine Regelschule geprüft und auf den normalen Unterricht vorbereitet wurden. Mit Erfolg: Vier Kinder besuchen nun die Hauptschule in Hagen-Haspe, zwei die Hauptschule Friedenshöhe.

Knapp 40 Kinder lernen weiter in den beiden Auffangklassen für die Grundschule beziehungsweise für die Sekundarstufe I. Acht weitere Kinder müssen noch die Schuluntersuchung meistern, dann sollen auch sie in diesen Klassen unterrichtet werden. „Die Rückmeldungen sind sehr positiv. Obwohl sie separiert unterrichtet werden, knüpfen sie auf den Schulhöfen Kontakte“, sagt Velten-Franke. Denn: Die Roma-Kinder werden in den Gebäuden der Realschule und der Hauptschule Friedenshöhe unterrichtet.

Dank einer großzügigen Spende der evangelischen Kirchengemeinde Milspe-Rüggeberg war es möglich, dass der Kinderschutzbund während der Ferien Betreuung in Hasperbach durchführte. CVJM, Tafelladen und andere Unterstützer sorgen dafür, dass die Roma aus ihrer Isolation herauskommen und mehr und mehr am öffentlichen Leben teilnehmen.

Das funktioniert allerdings weiterhin nicht ohne Hürden. „Es gibt immer mal wieder Beschwerden. Mal liegt Müll herum, mal erleichtert sich jemand in der Öffentlichkeit. Aber aus unserer Warte sind alle sehr bemüht, Dinge, die wir ansprechen, abzustellen“, sagt Stadtsprecher Martin Küpper. Strafrechtlich Relevantes ist bislang überhaupt nicht aktenkundig, Unmutsbekundungen über bettelnde Roma so gut wie nicht mehr existent.

Bisher geringe Fluktuation

Das liegt nach Einschätzung von Anke Velten-Franke und Martin Küpper auch an der hervorragenden Arbeit, die die Sozialarbeiter des Duisburger Vereins „ZOF“ leisten. Sie haben keine hundert Meter von den Roma-Häusern entfernt ein Büro in einem ehemaligen Restaurant bezogen, das die Stadt für sie angemietet hat. Die Muttersprachler helfen ihren Landsleuten bei Formalitäten wie zum Beispüiel Amtsgängen und ähnlichem. Doch auch sie sagen: Die Roma sind kein sesshaftes Volk. Die Befürchtung, viel Geld und Kraft zu investieren, und dann ziehen sie in die nächste Stadt oder das nächste Land, besteht in Ennepetal weiter. Auch weil das Jugendamt in Kürze eine Sozialarbeiterin für die Arbeit mit den Frauen und Kleinkindern abstellen wird.

Allerdings: Bisher zeichnet sich ein anderes Bild ab. Denn Beckenbauer und Figo gehören zu den ganz wenigen, die Ennepetal schon wieder verlassen haben.

EU setzt neue Effizienzstandards für Computer: Verbraucher profitieren von niedrigeren Stromkosten

Energie sparen tastatur. FingerQuelle: BUND

Brüssel/Berlin: Ab 1. Juli müssen alle neu auf dem europäischen Markt verkauften Computer erstmalig Ökodesign-Energieeffizienzstandards entsprechen. Die Effizienz- und Informationsanforderungen betreffen Desktop-Computer, Notebooks, Tablet-Computer, Thin-Clients, Workstations sowie einige Computer-Server.

Die Standards legen Mindestanforderungen in Sachen Energieeffizienz für jährlich ca. 70 Millionen in Europa verkaufte Geräte fest. Durch die Ökodesign-Maßnahmen für Computer werden nach Schätzungen der EU-Kommission zukünftig Energieeinsparungen von mindestens 12,5 Terrawattstunden pro Jahr erzielt. Das entspricht der Leistung von 16 mittelgroßen Kohlekraftwerken oder dem CO2-Ausstoß von 2,5 Millionen Autos.

Robert Pörschmann, Energieexperte des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) betont: “Die Ökodesign-Standards wurden sorgfältig von allen betroffenen Seiten diskutiert und gemeinsam mit der EU-Kommission vereinbart, um sicher zu stellen, dass wir Fortschritte in Richtung besserer und effizienterer Produkte erzielen. Verbraucher und Unternehmen profitieren ab sofort bei Computer-Neuanschaffungen, indem sie durch Einsparungen beim Verbrauch ihre Stromkosten senken können. Das verringert die Abhängigkeit von Energieimporten und nützt gleichzeitig dem Klimaschutz.”

Der umweltfreundlichste Computer sei jedoch nach wie vor jener, dessen Nutzung möglichst lange erfolge. “Bei der Herstellung der Geräte werden deutlich mehr Energie und Ressourcen eingesetzt als bei ihrem alltäglichen Gebrauch”, sagte Pörschmann. Der BUND-Experte rät, nicht jedem vermeintlichen Trend zu folgen und Geräte nur dann auszutauschen, wenn deren Lebensdauer tatsächlich abgelaufen sei.

Dr. Fritz Textor Gutachten von Prof. Pfeil ist nahezu fertiggestellt

Das von Bündnis 90 / Die Grünen beauftragte Gutachten zu Straßenbenennung nach „Dr. Fritz Textor Ring“ von Prof. Pfeil ist nahezu fertiggestellt. Zum Abschluss ist noch die Einsichtnahme in Dokumente des Landesarchivs notwendig, da hier die Entnazifizierungsakten lagern. Da das Archiv erst in sechs bis acht Wochen öffnet, ist mit der endgültigen Fassung des Gutachtens erst Ende September 2014 zu rechnen. Die Grünen werden die Ergebnisse der Öffentlichkeit sowohl in schriftlicher Form als auch mit einer Veranstaltung – voraussichtlich im Oktober 2014 – vorstellen.

Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen konstituiert

 

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v.l.n.r.: Jürgen Hofmann, Petra Backhoff, Stefan Mayer-Stoye, Ulrich Röhder

Am 10. Juni hat sich die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen konstituiert. Zum Fraktionsvorsitzenden wurde Ulrich Röhder gewählt. Die Stellvertretung übernimmt Petra Backhoff.

Roma-Kinder bekommen ab heute Unterricht

Einschulung_013_verwischt_Ausschnitt__Large__69440fb15dQuelle: Stadt Ennepetal

Am Dienstag dieser Woche startete die Beschulung der Roma-Kinder aus Hasperbach in Auffangklassen.

Für 12 Grundschüler und ebenso viele Schüler in der Sekundarstufe 1 begann pünktlich um 9 Uhr der erste Schultag.

Renate Schweser, Schulleiterin der Grundschule Wassermaus und ihr Kollege Sven Hufenstuhl von der Hauptschule Friedenshöhe begrüßten die Kinder persönlich vor Ort in der Hagener Straße und begleiteten sie auf ihrem Schulweg.

Während die Kinder des Grundschulbereichs Unterricht in der ehemaligen Schule Hasperbach bekommen und ihren Schulweg zu Fuß antreten können, ist für ihre älteren Mitschüler ein Bustransfers zur Friedenshöhe eingerichtet.

Alle anderen schulpflichtigen Roma-Kinder müssen noch vom Schularzt des Gesundheitsamtes untersucht werden, da kein entsprechendes Gesundheitszeugnis vorliegt. Sobald dies nachgeholt wurde, werden sie umgehend in die Auffangklassen integriert.