Vorstellungen der Grünen zum Gebäudenutzungs-konzept (GNK)

10801648_748782751853653_4330436456848495150_nDas GNK dient der Anpassung der vorgehaltenen Schulstandorte an heutige Anforderungen und die zukünftige Entwicklung der Schülerzahlen in Ennepetal. Zudem soll damit auch eine optimale Unterbringung der anderweitigen städtischen Einrichtungen (wie Stadtarchiv und Musikschule) umgesetzt werden.Welche sachlichen Vorgaben sollen bei der Umsetzung Beachtung finden und welche Ziele werden verfolgt?– nachhaltige, langfristige Lösungen (zukünftige Nutzung mind. 20-30 Jahre)
– geringe Investitionskosten für Umbauten, eventuelle Neu- oder Anbauten, Umzüge etc.
– möglichst viele freiwerdende Gebäude (Verkaufserlöse möglich)
– möglichst geringe Unterhaltskosten der genutzten Gebäude 

Welche sonstigen politischen Ziele spielen bei der Erstellung des GNK noch eine Rolle?

Einbindung der Betroffenen in den Entscheidungsprozess
– hohe Akzeptanz in der Bevölkerung und bei den Betroffenen
– gute Anbindung an den ÖPNV
– Vereinbarkeit mit allgemeinen stadtentwicklungspolitischen Zielen, wie z.B. Stärkung der Innenstadt

Bis hierher findet sich im politischen Raum eine große Übereinstimmung, was die Ziele und die Maßgaben betrifft. Bei den sich daraus entwickelten Ergebnissen sind aber große Unterschiede festzustellen, die aus einer unterschiedlichen Gewichtung der Maßgaben resultieren.
Uns Grünen ist ein kurzfristiger Verkaufserlös weniger bedeutsam, als die Einsparung dauerhaft hoher Energiekosten bei der Nutzung der Gebäude. Aus diesem Grund scheiden die Harkortschule und die Grundschule Hasperbach mit ca. dem 1,5-fachen Energieverbrauch pro Quadratmeter x Jahr im Vergleich zu den Schulen Friedenstal und Rüggeberg als Alternative aus (die Werte liegen deutlich über den Grenzwerten, die der European- Energie-Award für Schulen benennt).
Der Investitionsbedarf, um auf die gleichen energetischen Werte zu gelangen, ist für diese Gebäude nicht ermittelt worden. Für den Standort Hasperbach werden zudem keine Kosten für die Umsetzung des erforderlichen Brandschutzes genannt.

Die Unterbringung der Musikschule in dem Gebäude der HS-Friedenshöhe lässt sich nur durch große Umbaumaßnahmen realisieren. Schon jetzt aber ist klar, dass bei einer gemeinsamen Nutzung kein Raumangebot für zukünftige, nicht vorhersehbare Entwicklungen mehr besteht. (Inklusion, Einzelförderung etc.)
Außerdem ist die Anbindung an den ÖPNV der Schule Friedenshöhe wesentlich ungünstiger, als bei einer zentrumsnahen Ansiedlung der Musikschule.

Im Frühjahr dieses Jahres haben die Grünen – entgegen den Planungen – erreicht, dass auch die betroffenen Schulleitungen in den Entscheidungsprozess eingebunden werden. Diese haben sich nun einheitlich gegen eine gemeinsame Nutzung des Gebäudes der Grundschule Milspe ( HS Friedenshöhe) und der Musikschule ausgesprochen.

 

Welches Konzept bevorzugen die Grünen?

- Die kath. Grundschule zieht in das Gebäude in Rüggeberg. Bei einer durchgehenden 2-Zügigkeit fehlen allerdings 2 Räume (100 qm, Invest. ca. 250.000 Euro)

- Zusammenschluss der Grundschulen Wassermaus, Friedenstal und Rüggeberg zu der GS-Milspe im Gebäude der HS Friedenshöhe.

- Die Musikschule und das Stadtarchiv werden nach unseren Vorstellungen bei optimaler Raumausnutzung im Gebäude der GS Friedenstal zentrumsnah untergebracht. (Invest ca. 350.000Euro)

- Die Gebäude Harkortschule, Stadtarchiv Kirchstraße, Wassermaus und Schule Hasperbach könnten somit vermarktet werden.

Insgesamt betrachtet ist diese Lösung wirtschaftlich günstig und zudem sozialverträglich. Die Grünen regen zudem an, dass die Stadtverwaltung, die politischen Parteien und die Einwohner Hasperbachs Lösungsansätze suchen, den Stadtteil Hasperbach dauerhaft zu stärken. Dies könnte beispielsweise durch eine Bürgerinitiative – ähnlich dem Ortsteil Oberbauer – erfolgen.

Anfrage der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen zur Stellenbesetzung im Fachbereich „Jugend und Soziales“ – Ausländer- und Asylbewerber-betreuung

 Alleine im städtischen Übergangswohnheim Heimstraße zählen wir aktuell 79 Personen, hinzu kommen noch weiter Menschen im Wohnumfeld der Heimstraße. Insgesamt sind 13 Kinder zwischen 2 und 15 Jahren dort untergebracht, hinzukommen drei Säuglinge.

Alleine im städtischen Übergangswohnheim Heimstraße zählen wir aktuell 79 Personen, hinzu kommen noch weiter Menschen im Wohnumfeld der Heimstraße.
Insgesamt sind 13 Kinder zwischen 2 und 15 Jahren dort untergebracht, hinzukommen drei Säuglinge.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wiggenhagen,

wie der Lokalpresse am 05. September 2014 zu entnehmen, leben derzeit 132 Flüchtlinge in Ennepetal. Alleine im städtischen Übergangswohnheim Heimstraße zählen wir aktuell 79 Personen. Von der o.g. Stelle „Ausländer- und Asylbewerberbetreuung“ werden zudem zwei Wohneinheiten im Wohnumfeld der Heimstraße betreut. Zwei erwachsene Frauen und deren Babys wohnen derzeit in der Schachtstraße. Ebenso leben zwei Personen in der Kirchstraße. Insgesamt sind derzeit 13 Kinder zwischen zwei und 15 Jahren in der Heimstraße untergebracht, hinzukommen drei Säuglinge.

All diese Personen werden im laufenden Jahr von einer Mitarbeiterin betreut, welche hierfür ab dem 01. Juli 2014 pro Woche 30 Stunden zur Verfügung stehen. Die Stelle ist mit 0,77 % im Stellenplan aufgeführt.
Zum Vergleich: Bis Ende des Jahres 2011 standen für diese Arbeit zwei volle Stellen, sprich 80 Wochenstunden zur Verfügung. Bis Ende des Jahres 2013 war es noch eine volle Stelle – sprich 40 Wochenstunden. Nunmehr, in Zeiten von extrem steigenden Flüchtlingszahlen, sind wir auf einem Tiefpunkt der Wochenstunden der zuständigen Sozialarbeiterin.

In Anbetracht der vielfältigen Aufgaben, die von dieser einen Person geleistet werden, halten wir den aktuellen Personalbestand für unhaltbar. Ungeachtet dessen, dass gesamtgesellschaftlich enorme Kosten erwachsen, wenn eine gelungene Integration dieser Menschen auf der Strecke bleibt. Alleine schon aufgrund der zahlreichen unterschiedlichen Herkunftsländer und damit verbundenen Mentalitäten und Gewohnheiten, ergibt sich ein mannigfaltiges und zeitintensives Arbeitsgebiet, angefangen von den formaljuristischen Anforderungen bis hin zur konkreten Beratung und Lebensplanung.

Da die rechnerische Aufnahmekapazität der Stadt Ennepetal bei ca. 86 Prozent liegt, ist zudem mit einem weiteren Anwachsen dieser Personengruppe zu rechnen. Der Wohnraum in der Heimstraße ist nunmehr erschöpft, mit weiteren Aufgaben wie Wohnungssuche ist zu rechnen, was zudem alles dezentral – also nicht am Standort Heimstraße zu erbringen ist.

Im Stellenplan 2015 ist die benannte Stelle mit 0,9 % Umfang ausgewiesen, was einen leichten Anstieg ausmachen würde, aber bei weitem dem zu leistenden Arbeitsaufwand nicht gerecht wird.

Im Anschluss erlauben wir uns noch ein Zitat aus der aktuellen UNICEF-Studie „In erster Linie Kinder – Flüchtlingskinder in Deutschland“, welche Sie hier einsehen können.

Zitat: „Mädchen und Jungen, die in Deutschland Zuflucht suchen, erfahren in allen Lebensbereichen Zurücksetzung. Ihre Rechte auf umfassende Unterstützung und gleiche Chancen werden viel zu häufig missachtet“, sagte Anne Lütkes, Vorstandsmitglied UNICEF Deutschland. “Flüchtlingskinder sind in erster Linie Kinder. Sie haben ihr Zuhause verloren und brauchen besondere Förderung.

Die Fraktion „Bündnis 90 / Die Grünen fragt hiermit an, wie die derzeitige Stellenbesetzung im Einklang mit der aktuellen Flüchtlingssituation in Ennepetal zu verstehen ist? Ist kurzfristig mit der Einstellung weiterer Fachkräfte zu rechnen? Was tut Ennepetal konkret, um die Lebenssituation der Flüchtlinge in Ennepetal nachhaltig zu verbessern? Mit welchen Maßnahmen soll kurzfristig auf die Auslastung der Unterbringungseinrichtung in der Heimstraße reagiert werden? Wie geht man auf die Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen ein? Was wird getan, um diese Kinder aus der Isolation „Wohnheim“ herauszuholen und eine gerechte Teilhabe an Sicherheit, Bildung, Gesundheit, Freizeit und Kultur zu ermöglichen? Mit anderen Worten, was wird getan, um die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 „jedem Kind die gleichen Rechte – egal, aus welchem Land es kommt oder wo es sich aktuell aufhält“ zu garantieren?

Antrag: Einstieg in die Nutzung von erdgasbetriebenen Brennstoffzellen Blockheizkraftwerken in öffentlichen Gebäuden

brennstoffzelleSehr geehrter Herr Bürgermeister Wiggenhagen,

die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen beantragt hiermit, dass nach dem Gebäudekonzept, die Pilotanlage eines erdgasbetriebenen „Brennstoffzellen Blockheizkraftwerkes“ in einem öffentlichen Gebäude installiert wird.

Ziel ist es, dass die Stadtverwaltung bzw. die Stadtbetriebe Erfahrungen mit dieser neuen Technologie sammeln. Vergleichbar mit dem „LED-Pilot-Projekt“ am RGE, welches dazu führte, dass mittelfristig öffentliche Gebäude sukzessive mit LED-Beleuchtung ausgestattet werden.

Begründung:

Es wird für Kommunen immer wichtiger, sich mit dem ressourcenschonendem Umgang von Energie auseinanderzusetzen. Dieses gilt nicht nur im Hinblick auf das Reduzieren von klimaschädlichem CO2-Ausstoß, sondern auch auf das langfristige Senken der Energiekosten.

Für Kommunen wird es in Zukunft immer schwieriger, bei sinkenden Einnahmen und gleichzeitig ansteigen der Ausgaben, mit den gegebenen Haushaltsmitteln auszukommen.

Daher ist es aus unserer Sicht wichtig, sich frühzeitig mit dem Einsparen von Energien zu beschäftigen. Dies ist ein möglicher Posten, Einsparungen zu erzielen, ohne die Lebensqualität in einer Kommune signifikant zu beeinträchtigen.

Ein Weg dabei ist möglicherweise der Einsatz von hocheffizienten, erdgasbetriebenen „Brennstoffzellen Blockheizkraftwerken“ in öffentlichen Gebäuden.

Der Brennstoffzelle wird seit langem von der Forschung eine bedeutende Zukunft vorausgesagt. Die Vorräte an fossilen Energieträgern sind endlich. In den nächsten Jahrzehnten wird es nach und nach zu einer Umstellung auf künstliches Methan bzw.  Wasserstoff kommen müssen. Besonders interessant ist die Nutzung von Brennstoffzellen in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zur dezentralen Energieerzeugung.

Direkte Stromerzeugung ohne Umwandlung

Während konventionelle Blockheizkraftwerke elektrische Energie und Wärme nur indirekt durch die Verbrennung von fossilen oder regenerativen Energieträgern erzeugen, lässt sich mit einer Brennstoffzelle Strom auf direktem Wege erzeugen. Der sonst notwendige Generator ist unnötig. Eine Brennstoffzelle wirkt elektrochemisch und wandelt die gebundene Energie des Trägerstoffs direkt in elektrische Energie um. Die dabei entstehende Wärme wird über einen Wärmetauscher abgeführt.

Zwei Systeme im Vergleich

Für Brennstoffzellen in Blockheizkraftwerken befinden sich derzeit zwei verschiedene Systeme in auf dem Markt, zum einen PEM-Brennstoffzellen und zum anderen SOFC-Brennstoffzellen. PEM steht für „Proton Exchange Membran“. Diese Zellen arbeiten in einem Temperaturbereich zwischen 60 °C und 90 °C und können nicht direkt mit Erdgas betrieben werden. Sie benötigen zunächst einen vorgeschalteten Reformer, der das Erdgas entsprechend umwandelt. Im Gegensatz dazu benötigen SOFC-Brennstoffzellen (Solid Oxide Fuel Cell) eine Arbeitstemperatur von 700 °C bis 800 °C. Das Erdgas kann in diesen Zellen direkt umgewandelt werden, externe Reformer werden nicht benötigt.

Die Effizienz dieser Anlagen liegt bei thermischer und elektrischer Leistung bei ca. 85%.

Durch die hohe Effizienz der SOFC-Brennstoffzelle wird der Strom gegenüber den gegenwärtigen Marktpreisen preiswerter produziert. Daneben erhalten die Betreiber staatliche Förderungen. Darüber hinaus kann die Abwärme der SOFC-Brennstoffzellen zur Erzeugung von Warmwasser genutzt werden.

SOFC-Brennstoffzellen werden typischerweise von kleineren Unternehmen, oder öffentlichen Einrichtungen genutzt, die ihren Strombedarf komplett oder zu Teilen durch SOFC-Brennstoffzellen decken und damit erhebliche Einsparungen erzielen.

Erdgasbetriebene Brennstoffzellen Blockheizkraftwerke haben eine durchschnittliche Leistung von :

Strom :1,5 kW macht ca. 12.000 kW/h im Jahr

Wärme: 0.6 KW macht ca. 4.800 kW/h im Jahr

Daher eignet sich ein Erdgasbetriebenes Brennstoffzellen Blockheizkraftwerk sehr gut zum Abdecken der Grundlast im Bereich Strom und Wärme.

Welche öffentlichen Gebäude sich für den Einsatz eines Brennstoffzellen BHKW eignen könnten.

Nähere Informationen siehe Anlage 1

Förderprogramme gibt es bei der Energie-Agentur-NRW und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (KWK-Gesetz, BafA (EEG bei Verwendung von Bioerdgas), progres. NRW.

Nähere Informationen siehe Anlage 2