Leserbrief zu: St. Kohler. „Zu viel Tempo, Einspeise- vergütungen und Einspeisevorrang abschaffen“. WR vom 26.01.2013

Quelle: Umweltfreundliche Energien Ennepe-Ruhr e.V.

Leserbrief zu: St. Kohler. „Zu viel Tempo, Einspeisevergütungen und Einspeisevorrang abschaffen“. WR vom 26.01.2013

Herr Kohler von der Deutschen Energie-Agentur macht sich wiederholt zum Büttel der vier großen atomar-fossilen Kraftwerksbetreiber. Diese verstopfen mit Atomstrom- und klimaschädlichsten Braunkohlekraftwerken die Netze und  kassieren auch noch Milliarden-Gewinne.

Richtig ist vielmehr: Es gibt auf absehbare Zeit keinen Engpass in den Netzen, wenn diese intelligent genutzt werden. Wir haben schon jetzt 20 Gigawatt installierte Leistung in Kraft-Wärme-Kopplung, vom großen Gaskraftwerk bis zu Kleinstanlagen im Keller. Durch ein intelligentes Netz entsteht ein riesiges virtuelles Kraftwerk, das Schwankungen bei Angebot und Nachfrage lange Zeit ausgleichen kann. (Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schmid : Leiter des  Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). Weiter können aktuelle Engpässe auf der Hochspannungsebene  mit der Ausnutzung von Temperaturmonitoring und neuartiger Leiterbeseilung an bestehenden Hochspannungsmasten zügig, manchmal sogar ohne Leitungsneubau, beseitigt werden. Da Solarenergie nur am Tage produziert wird, wenn der Strombedarf auch sehr hoch ist, belastet Solarstrom die Netze nicht, sondern entlastet diese sogar. Der erzeugte Strom muss nicht wie bei zentralen Großkraftwerken über mehrere hundert Kilometer transportiert werden. Somit gilt: Um Wind- und Sonnenstrom tageszeit- und wetterunabhängig zu machen, müssen statt aufwändiger Stromtrassen dringend zunächst Lebens- & Klimavergifter (Atom & Kohle) Umweltsteuern zahlen und dann können auch lokale und regionale Energiespeicher gebaut werden. Ein Ausbremsen des Ausbaus der Erneuerbare Energien ist also ebenso wenig nötig, wie ein hektischer und überstürzter Netz- und Speicherausbau.

Mit klimafreundlichen Grüßen

Karl-Heinz Henkel

Umweltfreundliche Energien Ennepe-Ruhr e.V.

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