Kritik an EEG: „unsozial“ ?

Quelle: Umweltfreundliche Energien Ennepe-Ruhr e.V.

Leserbrief: Kritik an EEG: unsozial?

Einmal mehr meldet sich  nun im Namen der Wissenschaft das Institut der großen Industriebetriebe Deutschlands (IW-Köln), um Krokodilstränen über die „Ärmesten  BürgerrInnen“ zu vergießen, weil die Armen einen größeren prozentualen Anteil ihres Einkommens für die Förderung der Erneuerbaren Energien ausgeben müssen. Noch schlimmer in den Augen dieser „Wissenschaftler“; es gibt sogar Bürger, die mittels Investitionen in Solarzellen Geld verdienen.

  • Kein Wort darüber, dass Geringverdiener bei allen Ausgaben der privaten Lebensführung wie Nahrung, Miete, Kommunikation immer einen höheren prozentualen Anteil dafür hergeben müssen.
  • Kein Wort darüber, dass ohne Befreiung der Großindustrie von den EEG- und Netzumlagen die Umlagen für die Bürgerinnen  in 2013 stabil bleiben könnten.
  • Kein Wort darüber, dass gerade die Großindustrie ihren Strom an der Börse für 15 % niedriger einkaufen kann (IWR).
  • Kein Wort darüber, dass allein mit der zusätzlichen Mehrwertsteuer, die der Staat auch auf die EEG-Umlage erhebt, alle Einkommensschwächeren von der Zahlung der Umlage komplett befreit werden könnten.
  • Kein Wort darüber, dass die Strompreise in den letzten 12 Jahren von 14 auf 26 Cent pro Kilowattstunde gestiegen sind und dabei die falsch berechnete ?Umlüge? in 2013 nur 5, 6 Cent ausmachen wird.
  • Kein Wort darüber, dass allein E.ON und RWE im ersten Halbjahr 2012 einen Gewinn (EBITDA) in Höhe von 11,7 Milliarden Euro von uns Bürgerinnen herausgepresst haben.

Wir brauchen deshalb nicht die Abschaffung des EEG (FDP-Rösler), – es hat Deutschland mittlerweile mehr als 26 % sauberen Strom mit mehr als 380.000 Arbeitsplätzen ermöglicht-, sondern eine korrekte Berechnung der Umlage, die nicht nur die Privatkunden und Kleinindustrie belastet.

Vollkommen daneben ist dabei die Regierungspolitik, die die teuerste Erneuerbare Energie (Offshore-Wind), die fast allein von den vier großen Stromerzeugern geplant wird, erheblich auf Kosten der Allgemeinheit zusätzlich subventioniert.

Wirklich teuer, ohne Zukunft und unverantwortlich sind allein fossile und atomare Energien, die mindestens eine Umlage zwischen 10,2 Cent ( Kohle) und 40 Cent ( Atom) verlangen würden.

Mit klimafreundlichen Grüßen

K.-H. Henkel ( Vorstand von Umweltfreundliche Energien EN e.V.)

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