Klimaschutz braucht Neustart: Investieren statt begrenzen

Quelle: IWR

Münster – Der Klimagipfel in Doha ist mit einem Minimalergebnis zu Ende gegangen. Das Kyoto-Protokoll wird bis 2020 verlängert, allerdings nehmen daran nur noch die EU-Staaten, Australien und einige kleinere Länder teil. Diese repräsentieren insgesamt lediglich rd. 15 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen (2011: 34 Mrd. t), teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. “Das Kyoto-Protokoll wird seinem Anspruch nicht mehr gerecht“, sagte IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch. “Der globale Klimaschutz braucht ein neues Fundament: Die endlosen Begrenzungs-Diskussionen müssen beendet und durch weltumspannende Investitions-Diskussionen über klimafreundliche und CO2-vermeidendeTechniken ersetzt werden“, so Allnoch weiter.

Investieren statt begrenzen: Die CERINA-Plan Initiative

Ein globaler Investitionsansatz ist der vom IWR entwickelte CERINA-Plan (CO2-Emissions and Renewable Investment Action Plan). Dieses Konzept sieht vor, die CO2-Emissionen in den einzelnen Staaten an Investitionen in klimafreundliche Anlagentechniken zu koppeln. Da die globalen CO2-Wachstumsraten bekannt sind, können rückwärts die nötigen Investitionen berechnet werden, um den CO2-Anstieg zu kompensieren. Über einen einheitlichen Verrechnungspreis lassen sich dann die Investitionen je Land verursachergerecht und transparent ermitteln. Je höher die CO2-Emissionen, desto höher die Investitionen.

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