Erklärung zum 8 Mai

Am 8 Mai vor 66 Jahren ging der schrecklichste Krieg der Weltgeschichte zu Ende.

Deutschland wurde von der zwölfjährigen Terror-Herrschaft befreit, die Unterdrückung, Vertreibung und Ermordung von Juden, Roma, Sinti sowie religiöser und politisch Andersdenkender hatte ein Ende.

Doch war es für Alle eine Befreiung?

War es auch für diejenigen eine Befreiung, die sich mit den braunen Machthabern arrangiert hatten, die sie unterstützten?

War es auch eine Befreiung für diejenigen, die trotz der unermesslichen Leiden und den Tod von über 50 Millionen Menschen ihren ins unerträgliche gesteigerten Nationalismus nicht ablegen konnten und bis heute immer noch nicht ablegen wollen?

Oder war es für diese vielmehr eine Niederlage?

Hätten sie sich, hätte sich Deutschland einen Sieg wünschen sollen?

Und was für ein Sieg wäre das gewesen?

Es wäre der Sieg eines Regimes gewesen, das rücksichtslos seine Gegner verfolgte, jegliche Freiheit unterdrückte und beispiellose industriemäßige Ermordung von Menschen plante und durchführte.

Das sich diese Ziele nicht verwirklicht haben, war und muss eine Befreiung sein, auch wenn diese Befreiung für viele mit dem Verlust der Heimat erkauft werden musste.

Die Geschichte hat gezeigt, dass zu politischen Zwecken gesäter Nationalismus zur Ausgrenzung von Minderheiten, Benachteiligung von sozial Schwachen, Diskriminierung von Behinderten und Unterdrückung Andersdenkender bis hin zum Krieg und Völkermord führt.

Wir dürfen die Augen nicht noch einmal verschließen!

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