Erklärung zum 8.Mai 1945

8 Mai 1945-1Diese Woche am 8 Mai vor 69 Jahren ging der schrecklichste Krieg der Weltgeschichte zu Ende.

Deutschland wurde von der zwölfjährigen Terror-Herrschaft befreit, die Unterdrückung, Vertreibung und Ermordung von Juden, Roma, Sinti sowie religiöser und politisch Andersdenkender hatte ein Ende.

Doch war es für Alle eine Befreiung?

War es auch für diejenigen eine Befreiung, die sich mit den braunen Machthabern arrangiert hatten, die sie unterstützten?

War es auch eine Befreiung  für diejenigen ,die trotz der unermesslichen Leiden und den Tod von  über 50 Millionen Menschen ihren ins  unerträgliche gesteigerten Nationalismus nicht ablegen konnten und bis heute immer noch nicht ablegen wollen?

Oder war es für diese vielmehr eine Niederlage?

Hätten sie sich, hätte sich Deutschland einen Sieg wünschen sollen?

Und was für ein Sieg wäre das gewesen?

Es wäre der Sieg eines Regimes gewesen, das rücksichtslos seine Gegner verfolgte, jegliche Freiheit unterdrückte und beispiellose industriemäßige Ermordung von Menschen plante und durchführte.

Das sich diese Ziele nicht verwirklicht haben,

war und muss eine Befreiung sein, auch wenn diese Befreiung für viele mit dem Verlust der Heimat erkauft werden musste.

Die Geschichte hat gezeigt, dass zu politischen Zwecken gesäter Nationalismus zur Ausgrenzung von Minderheiten, Benachteiligung von sozial Schwachen, Diskriminierung von Behinderten und Unterdrückung Andersdenkender bis hin zum Krieg und Völkermord führt.

Die heftige und kontroverse Diskussion um die NS-Vergangenheit des ersten Ennepetaler Bürgermeisters Fritz Textor zeigte das dieser dunkle Teil unserer Stadtgeschichte noch nicht vollständig aufgearbeitet worden ist.

Wir dürfen die Augen nicht noch einmal verschließen!

 

Von Sven Hustadt B90/Die Grünen

 

 

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