Eine sehr lebhafte Diskussion zwischen Politikern, Eltern, Lehrern und Schulleitern entstand bei der schulpolitischen Veranstaltung der Bündnis 90 / Die Grünen im Saal Haus Ennepetal am 09. November 2011. Sigrid Beer MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin und bildungspolitische Sprecherin, stellte fest: “Das Elternwahlverhalten wirkt sich nicht nur hier in Ennepetal auf die bestehenden Real- und Hauptschulen aus”. Dies unterstrich auch Peter Müller, Leiter des Schulamtes in Ennepetal. Für die drei Schulen, Hauptschule Effey, Hauptschule Friedenshöhe und die Realschule wird es in absehbarer Zeit nicht mehr genügend Schüler geben. Für das Schuljahr 2013/2014 bestätigte er, dass diese Standorte in eine sogenannte “Sekundarschule” zusammengeführt werden.
Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 bedeutet dies zunächst ein längeres gemeinsames Lernen an der neuen Schulform. Erst ab Klasse 7 soll es leistungsdifferenzierten Unterricht geben. Das Besondere an der Sekundarschule ist jedoch, dass es mit den Oberstufen (sowohl des Berufskollegs als auch des Gymnasiums) eine enge Abstimmung / Kooperation geben soll, was einen Schulwechsel nach der 10. Klasse deutlich vereinfachen soll.
Wie es der Schulkonsens der Landesregierung vorsieht, müssen sich nunmehr die Kommunen untereinander über die Einrichtung von Sekundarschulen einigen und abstimmen.
Nachdem die Landespolitikerin den Gästen im Saal einen guten und umfassenden Überblick zur neuen Schulform gegeben hatte, eröffnete der Moderator des Abends, Werner Kollhoff, die Diskussion. Von Seiten der anwesenden Eltern wurde insbesondere der Ganztag (die Sekundarschule wird eine Ganztagsschule sein) und die damit verbundene zeitliche Belastung der Kinder diskutiert. Sigrid Beer gab hierzu verständliche Erklärungen ab, welche die Intention der Gesetzgebung verdeutlichen, was sich laut der Eltern-Diskussionsbeiträge, nicht immer in der Realität des Schulalltages spiegelt.
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