Antrag: Sprachgebrauch im Umgang mit Flüchtlingen in Ennepetal

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

in den Anmerkungen der Bundeszentrale für politische Bildung wird erklärt, dass jemanden “willkommen heißen” eine freundliche Art umschreibt, jemanden zu begrüßen, zu empfangen oder gar aufzunehmen. Und dass dementsprechend unter “Willkommenskultur” eine Art der Begrüßung oder des Aufnehmens verstanden werden kann. Willkommenskultur fängt nach Meinung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen auch und gerade mit dem üblichen Sprachgebrauch an.

Sprachwissenschaftler sagenAsylanten1: Sprache prägt das Denken, Sprache bestimmt so auch das Verhalten, Sprache schließlich legitimiert somit auch das Handeln. Das ist gewiss bei dem Wort “Asylant” auch so.

So gilt die Endung “…ant”  als eine “Negativ-Endsilbe”. die Sprachwirkung der Endsilbe “…ant” verdeutlicht die Wortreihe Simulant, Bummelant, Pedant, Intrigant, Querulant, Ignorant, Demonstrant, Provokant, Kollaborant usw.

Es handelt bei der betroffenen Zielgruppe jedoch um Menschen, die bei uns Schutz suchen, die eine Bleibe ohne Gefahr suchen, die Hilfe suchen. Von daher plädieren wir dafür, auch hier in Ennepetal einen zeitgemäßen Sprachgebrauch in die tägliche Praxis einfließen zu lassen. So macht der Begriff „Asylsuchende“ die Lebenssituation der Flüchtlinge wohl am ehesten deutlich.

Anbei finden Sie zwei Fotos der Türen zu den Amtstuben des Sozialamtes mit der Bitte um Überarbeitung.

Mit freundlichen Grüßen

Petra Backhoff
Anlage: Fotos

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

+ 6 = acht

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>