Antrag: Schiebevorrichtung für Kinderwagen am Bahnübergang Heimstr. / Bahnhof

Teilhabe von Familien und Kindern am gesellschaftlichen Leben in Ennepetal
Antrag auf eine Schiebevorrichtung für Kinderwagen am Bahnübergang Heimstraße / Bahnhof Ennepetal

 

hiermit beantragt die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen die Montage eine „Schiebevorrichtung“ für z.B. Kinderwagen am Bahnübergang Heimstraße / Bahnhof Ennepetal.

Begründung:

Auf geflüchtete Menschen kommt eine große Herausforderung zu, um sich in einer völlig neuen Lebensumgebung zu orientieren. Besonders Alleinreisende, junge Familien und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen benötigen für ein gelungenes „Ankommen“ mit Blick auf gewünschte Integration optimierte Startbedingungen, die gerade in den Kommunen bereitgestellt werden können.

Das Leben in Gemeinschaftsunterkünften ist für Geflüchtete, die sich oftmals erst kurze Zeit in Deutschland aufhalten, mit enormen Herausforderungen verbunden. Eine Grundvoraussetzung für Integration ist die Teilhabe am täglichen Leben der Aufnahmegesellschaft. Hierzu gehören einfache Dinge wie z.B. der Einkauf von Lebensmitteln, der Besuch von Arztpraxen, Beratungseinrichtungen oder auch ein üblicher Kontakt zur einheimischen Bevölkerung. Dies sind wichtige Erfolgsfaktoren für ein gelungenes Zusammenleben.

In Ennepetal ist für BewohnerInnen der Unterkunft Heimstraße diese Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nur eingeschränkt möglich. Personengruppen wie Mütter mit Kinderwagen, gesundheitlich beeinträchtigte Personen (mit Einschränkungen in der Mobilität – z.B. NutzerInnen von Rollatoren) oder anderweitigen Handicaps ist das Erreichen der Ennepetaler Innenstadt eine große (wenn nicht gar unüberwindbare) Herausforderung.

Aktuell leben in der Unterkunft Heimstraße 29 Kinder. Einige davon im Säuglingsalter. Alleinstehende junge Frauen (teilweise mit mehreren Kindern), die zudem noch auf die Nutzung von Kinderwagen angewiesen sind, haben derzeit kaum eine Chance, den Bahnübergang zwecks Erledigung der oben genannten Art zu meistern. Kleinere Kinder können meist noch nicht die fußläufig anspruchsvolle Strecke zu Innenstadt über Heim- / Schachtstraße bewältigen, das Tragen der Kinder(wagen) über den Übergang ist nahezu für eine Frau (ggf. mit Einkaufstüten) nicht darstellbar. Zudem ist eine Kinderbetreuung während der Erledigungen für Alleinstehende einer Wohnunterkunft meist nicht verfügbar. Die Folgen sind Ausgrenzung, Vereinsamung und verzögerte Integration.

Zur Behebung dieser ungünstigen Anbindung fordern wir hiermit die Anbringung von Schiebevorrichtung, die es ermöglicht, beispielsweise einen Kinderwagen die Treppenanlage der Überführung hoch- und runterschieben zu können. Letztendlich würden auch die BewohnerInnen der übrigen Häuser in der Heimstraße davon profitieren.

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